Eine Wärmepumpe zu installieren ist gar nicht so leicht!
Eine zu kaufen aber auch nicht ....
Deshalb haben wir die gängigsten Fragen zum Thema Wärmepumpe hier aufgelistet. Allerdings haben wir es uns (und Ihnen) erspart, zum tausendsten Mal die verschiedenen Techniken wie Sole, Luft- Wasser u.s.w. zu erläutern, da Sie hierzu an unzähligen Stellen im Internet Quellen finden. Wir wollen Ihnen vielmehr mit der Beantwortung der nunmehr folgenden Fragen Ihre Entscheidungsfindung erleichtern.
Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Fragen sind uns so in unseren vielen hundert Gesprächen mit Endkunden gestellt worden.
Dies gilt ausdrücklich auch für diejenigen Fragen, bei denen Sie beim Lesen der Frage oder der Antwort schmunzeln oder sogar lachen müssen.
Wir würden uns freuen, wenn Ihre Frage auch dabei wäre und wir so dazu beitragen, dass Sie sich eine Wärmepumpe kaufen, ausdrücklich auch dann, wenn Sie in Hamburg oder Garmisch wohnen und Sie die Anlage dann zwangsläufig woanders kaufen. Stöbern Sie einfach, wir haben die Fragen willkürlich aneinander gereiht.
Die Wärmepumpe - Fragen über Fragen
- Ich habe aber Heizkörper, kann man da eine Wärmepumpe trotzdem einsetzen?
- Wann macht eine Wärmepumpe in meinem Haus keinen Sinn?
- Welche Wärmepumpe ist denn die beste für mich?
- Mein Schornsteinfeger sagt, mein Kessel ist aber noch gut Wie können Luft-Wärmepumpen im Winter heizen?
- Kühlt durch eine Sole-Wärmepumpe nicht irgendwann die Erde aus?
- Sind Luftwärmepumpen laut?
- Was macht meine Wärmepumpe, wenn der Strom ausfällt?
- Ich habe gehört, Luftwärmepumpen brauchen viel Strom. Stimmt das?
- Macht eine zusätzliche Solarthermieanlage zur WW-Bereitung Sinn?
- Ich möchte aber für die kalten Tage meine Ölheizung behalten. Macht das Sinn?
- Kann man bei einer Direktverdampferanlage die Kollektoren übereinander verlegen, um Fläche zu sparen?
- Klappt bei uns eine Bohrung? Es ist doch so felsig bei uns...
- Wie tief muss denn bei uns gebohrt werden?
- Ich möchte einen Holzkessel/Holzofen mit anschliessen. Sinnvoll?
- Wenn ich eine Luftwärmepumpe habe und es ist mal keine Luft da, wie heize ich dann?
- Ich will von Öl auf Gas umsteigen und mein Versorger bezahlt sogar den Gasanschluss. Ein gutes Angebot, oder?
- Die Investition in die Wärmepumpe ist mir einfach zu hoch. Ich bleibe lieber bei Gas oder Öl.
- Strom wird aber auch teurer!
- Eine Wärmepumpe ist nicht umweltfreundlich, weil sie mit Strom läuft, sogar mit Atomstrom!
Ich habe aber Heizkörper, kann man da eine Wärmepumpe trotzdem einsetzen?
Ein nicht auszurottendes Gerücht ist es, dass eine Wärmepumpe nur mit Fußbodenheizung funktioniert. Funktionieren im Sinne von Heizen wird eine WP immer, aber der Sinn ist es ja, Geld zu sparen. Dies ist jedoch nur dann möglich, wenn man eine gute Jahresarbeitszahl (Luft>3, Sole >4) erreicht. Hier spielt die Art der Heizfläche eher eine untergeordnete Rolle. Wichtiger ist der energetische Zustand Ihres Hauses, der sich anhand des Verbrauchs, des Alters der bestehenden Anlage, dem hieraus resultierenden Jahresnutzungsgrad und der beheizten Fläche ergibt. Je höher der Wert „Kilowattstunden/m²/Jahr“ ist, desto energetisch schlechter ist das Haus. Analog dazu muss eine erheblich höhere VL-Temperatur aufgebracht werden, um ein Wärmegefühl zu erzeugen. Die Wärme ist in solchen Häusern ein flüchtiger Gast.
In Häusern, die energetisch in Ordnung sind und Heizkörper haben, reicht oft eine VL-temperatur von 45° aus. Bedenken muss man auch noch, dass diese nur im tiefsten Winter benötigt wird. In einem solchen Fall macht eine WP Sinn.
Sollten einzelne Heizkörper im Nachhinein nicht ausreichen, kann man diese sehr einfach und preisgünstig austauschen. Dies ist allemal besser als die ganze WP- Anlage höher einzustellen. Bei einer vernünftigen Beratung und Analyse der Ist- Situation ist dies jedoch so gut wie nie notwendig, da ältere Heizkörper meist viel zu groß ausgelegt worden sind.
Wann macht eine Wärmepumpe in meinem Haus keinen Sinn?
Ganz klar: Wenn Ihr Haus massive energetische Defizite hat!
20 Jahre alte Fenster, ungedämmtes Dach u.s.w. machen einen wirtschaftlichen Betrieb einer WP leider unmöglich. In solchen Häusern ist jedoch nicht der bestehende Kessel oder die neue WP das Problem, sondern das Haus als solches und (offenes Wort): Oftmals auch sein Besitzer ! Es müsste jedem klar sein, dass die billigste Energie immer diejenige ist, die Sie erst gar nicht verbrauchen. Hiermit ist nicht gemeint, ein Vermögen für Dämmung u.s.w. auszugeben. Oftmals sind kleinere Maßnahmen wie der Austausch von Fensterscheiben oder die Dämmung des Dachbodens sehr einfach, günstig und effektiv. Rein technisch gesehen bringen Wärmepumpen 65° Vorlauf. Wenn Ihr Haus diese Vorlauftemperatur auch tatsächlich benötigt, fragen Sie bitte nicht nach der Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe.
Wir jedenfalls installieren in solchen Häusern keine Wärmepumpe und weisen den Besitzer auf den Sanierungsbedarf hin. Wenn er diesem Rat folgt, installieren wir gerne danach eine WP.
Will der Endkunde jedoch mit dem Kopf durch die Wand und energetisch nichts an einem solchen Haus verbessern, möge er doch besser woanders hin gehen !
Häuser mit mehr als 140 kWh/m²/Jahr brauchen keine Wärmepumpe, sondern einen Energieberater !
Welche Wärmepumpe ist denn die beste für mich?
Diese Frage lässt sich so pauschal nie beantworten. Sole-Wärmepumpen sind in der Anschaffung erheblich teurer als Luft-WP‘s und die Mehrkosten amortisieren sich erst nach sehr langer Zeit. Im Neubau gehen diese Mehrkosten jedoch in den Gesamtkosten unter. Manche Leute wollen auch „nicht so ein Ding vor dem Haus haben“ und nehmen deshalb eine Sole-WP.
Direktverdampfer-Anlagen sind im Neubau die erste Wahl, wenn genügend Fläche vorhanden ist, da ja ohnehin ein Bagger vor Ort ist und noch kein Garten da ist, der kaputt gehen kann. Die Fläche kann dann später problemlos bepflanzt werden und die Anlage erbringt unschlagbare Leistungszahlen. Sie ist allerdings technisch sehr anspruchsvoll in der Installation und für den „wir-machen-jetzt-auch-Wärme- Pumpen“-Installateur sicher ungeeignet.
Sole-WP‘s mit Flächenkollektor sind insofern Unsinn, als dass man dann ja auch eine Direktverdampfer-Anlage hätte installieren können, die bessere Leistungszahlen bringt.
Qualitativ hochwertige Luft-Split-Anlagen wie die von Ochsner sind sehr flexibel einsetzbar und bringen sehr gute Jahresarbeitszahlen. Von der Aufstellung in einem Schrägdach bis zur Installation auf der Garage ist hier so gut wie alles möglich. Dies liegt vor allem daran, dass der Splitverdampfer weniger als die Hälfte dessen wiegt, was die Kompakt-Luft-WPs anderer Hersteller so auf die Waage bringen.
Da die jeweiligen Prioritäten der einzelnen Interessenten sehr unterschiedlich sind, muss man in der Beratung die einzelnen Vor- und Nachteile der verschiedenen Varianten aufzeigen und dem Interessenten so die Möglichkeit geben, die für ihn richtige zu finden.
Mein Schornsteinfeger sagt, mein Kessel ist aber noch gut.
Was soll er denn sonst sagen? Dass der Kessel Ihr Geld verbrennt und Sie sich eine Wärmepumpe kaufen sollen, damit er nicht mehr kommen muss? Wäre doch zuviel verlangt...
Die Messung des Schornsteinfegers erfasst nur den feuerungstechnischen Wirkungsgrad und lässt Abstrahl-, Stillstands- und regelungstechnische Verluste der Anlage komplett unberücksichtigt. Diese fliessen aber in den Jahresnutzungsgrad der Anlage mit ein und brennen eben das Loch in Ihre Geldbörse, dass wohl auch ein Grund dafür ist, dass Sie diese Zeilen jetzt lesen.
Mit einer Wärmepumpe sparen Sie die Kosten für den Schornsteinfeger, deshalb kann Ihnen dieser gar nicht zu einer Wärmepumpe raten. Was ihn jedoch nicht daran hindert, sich selber eine zu kaufen, denn unter unseren mehreren hundert Wärmepumpen – Kunden sind auch 4 Schornsteinfeger !
Wie können Luft-Wärmepumpen im Winter heizen?
Indem Ihr Installateur sie richtig für Ihr Haus ausgelegt hat. Oder auch nicht, dann bringt eben der Heizstab die fehlende Leistung, frieren werden Sie auch dann nicht.
Nur werden Ihre Kosten dann in etwa genauso hoch sein wie mit Ihrer alten Heizung, leider ist das Geld für die Investition in die Wärmepumpe weg.
Die richtig ausgelegte Luftwärmepumpe hat je nach Standort einen Bivalenzpunkt von mindestens –4° (z. B. Köln) oder –6° in kälteren Gegenden. Diesen Wert kann man zeichnerisch anhand der Leistungskurve der Wärmepumpe und der Gebäudekennlinie sowie der errechneten Heizlast am unteren Auslegungspunkt (z. B. –12°) ermitteln, Berechnungsprogramme von Hersteller sind zur Not auch eine Möglichkeit. Man sollte sich jedoch immer die Leistungskurve der Luft-WP aushändigen lassen.
Gleiches gilt für die Effizienzkurve, in der die jeweilige Leistungszahl der Wärmepumpe (COP) in Abhängigkeit zur Vorlauftemperatur und Außentemperatur zu sehen ist. Hier gibt es von Hersteller zu Hersteller massive Unterschiede.
Hätten Sie‘s gewusst? In München sind nur an 20 Tagen im Jahr –5° oder weniger, in Zürich nur an 10 Tagen.
Für uns ist immer faszinierend zu hören, dass sich das Sonnenparadies, dass Ihnen derjenige verspricht, der Ihnen eine Solaranlage verkaufen will, schlagartig in die Antarktis verwandelt, sobald man die Luftwärmepumpe erwähnt.
Kühlt durch eine Sole-Wärmepumpe nicht irgendwann die Erde aus?
Wäre doch eine wirksame Maßnahme gegen die Erderwärmung, oder? Im Ernst: Zum ganz überwiegenden Teil ist die Wärme, die eine Tiefenbohrung nutzt, gespeicherte Sonnenwärme. Und diese ist unbegrenzt vorhanden und ständig nachfliessend. Anders gesagt: Wenn die Sonne keine Wärme mehr zur Erde schickt, ist Ihre Sole-Wärmepumpe Ihr geringstes Problem.
Ein weiterer Unfug ist die Behauptung, dass durch die Tiefenbohrung die Pflanzen im Garten sterben. Dies wird ganz sicher nicht passieren!
Sind Luftwärmepumpen laut?
Sind Manager geldgierig? Mercedes-Fahrer Verkehrsrowdys? Politiker korrupt? Wie immer kommt es auf den Einzelfall an, weshalb Sie sich jede Luft-Wärmepumpe vor dem Kauf anhören sollten, denn in puncto Schall gibt es himmelweite Unterschiede.
Weil die Schallthematik eine entscheidende Rolle spielt, können sich Interessenten bei uns unsere Luft-Splitanlage anhören. Ochsner hat einen der leisesten Split- Verdampfer mit nur 26dB(A).
Generell sollte man eine Luft-Wärmepumpe nicht mit der Klimaanlage aus dem letzten Urlaub in Verbindung bringen, auch nicht mit dem Kühl-LKW, den Sie vielleicht neulich auf der Raststätte gesehen und (vor allem) gehört haben.
Wenn dann der Installateur sich noch bei der Aufstellung Gedanken gemacht hat (vielleicht nicht vor dem Schlafzimmerfenster u.s.w.), dann klappt‘s auch mit dem Nachbarn...
Was macht meine Wärmepumpe, wenn der Strom ausfällt?
Genau das selbe wie der Gaskessel Ihres Nachbarn zur rechten, der Ölkessel des Nachbarn von gegenüber und der Pelletkessel drei Straßen weiter:
Gar nichts mehr! Denn auch konventionelle Heizkessel laufen ohne Strom nicht. Umgekehrt hat Deutschland das weltweit mit Abstand störungssicherste und stabilste Stromnetz. Überlegen Sie mal: Wann war denn das letzte Mal bei Ihnen der Strom weg? Und für wie lange? Wochen? Tage? Wohl eher Minuten.
Ich habe gehört, Luftwärmepumpen brauchen viel Strom. Stimmt das?
Falsch dimensionierte Wärmepumpen, -egal ob Sole oder Luft-, sind Stromfresser. Dies liegt aber nicht an der Wärmepumpe, sondern an demjenigen, der die Anlage geplant hat. Fehlende Leistung bringt dann der Heizstab und dann wird es teuer. Richtig dimensionierte Luft-Split-Wärmepumpen hingegen sind in puncto Preis/ Leistung schwer zu schlagen. Wie in der ganzen Thematik gilt: Es gibt keine Pauschalaussagen, sondern jede Anlage bedarf der fachgerechten Planung und Auslegung.
Macht eine zusätzliche Solarthermieanlage Sinn?
Eindeutige Antwort: Nein!
Denn Sparen kann man immer nur von dem, was man bezahlen muss. Mit einer Ochsner WW-Wärmepumpe hat ein 4-Personen-Haushalt 100 – 120 Euro Jahreskosten für die WW-Bereitung. Wenn man jetzt mit einer Solaranlage laut Werbung hiervon 60% spart, sind dies an die 70 Euro !
Wenn die Solaranlage aber 3.000 Euro kostet, haben Sie bereits nach etwas mehr als 40 Jahren Ihr Geld wieder. Und auch abzüglich der Förderung (Achtung: Die haben Sie vorher mit Ihren Steuergeldern bezahlt!) wird diese Rechnung nicht nennenswert besser.
Generell hören sich 60% Einsparung toll an. Der Warmwasserbedarf macht jedoch nur etwa 12% des gesamten Energiebedarfs aus. Mit einer Solaranlage für die Warmwasserbereitung sparen Sie also 60% von 12%. Also gute 7% !
Noch viel extremer wird die Rechnung bei einer Solaranlage, die zusammen mit einer Wärmepumpe installiert wird und heizungsunterstützend betrieben wird. Hier rechnet sich die Investition in die Solaranlage niemals, denn es herrscht eine totale Ambivalenz zwischen Angebot und Nachfrage. Wenn im Sommer die Sonne scheint, heizen Sie nicht. Anders formuliert:
Der Weihnachtsbaum, der Sie am 15. Dezember 40 Euro kostet, kostet am 12. Juli nur 3 Euro. Wenn Sie den Baum dann in den Keller stellen und am 23.12. ins Wohnzimmer holen, sind leider keine Nadeln mehr dran ! Allerdings haben Sie ohne jeden Zweifel 37 Euro gespart.
Wo ist denn die Wärme vom 12.Juli, wenn Sie diese am 23.Dezember brauchen?
Ich möchte aber für die kalten Tage meine Ölheizung behalten. Macht das Sinn?
Mit Blick auf die Temperaturverteilung im Winter macht dies keinen Sinn. Wenn Ihre Wärmepumpe richtig ausgelegt und fachgerecht installiert ist, haben Sie vielleicht 1 oder 2% Heizstabeinsatz. Bei 2000 Betriebsstunden p. a. sind die also maximal 40 Stunden (h), wenn der Heizstab 6 kW hat, also 240 kWh, also wenn es hoch kommt 48,- Euro. Hierfür kommt nicht einmal der Schornsteinfeger. Sie müssen Ihren Tank behalten, den Kessel behalten, diesen warten lassen u.s.w.
Wenn Ihre Wärmepumpe allerdings zu klein ausgelegt ist, und der Heizstab 20 oder 30% der Jahresheizzeit anspringt, hätten Sie besser Ihren Ölkessel behalten. Dann hätten Sie sich allerdings die Wärmepumpe sparen können und wären besser beim Öl geblieben.
Wenn die Wärmepumpe auf Vollast ausgelegt ist, braucht man den alten Kessel also nicht mehr. Ein anderer Fall sind bivalente Anlage in größeren Häusern, bei denen der Kessel recht neu ist und eine hohe Leistung hat. Hier kann man eine Wärmepumpe einsetzten, die bis zu einem bestimmten Punkt alleine heizt (0°). Bei tieferen Temperaturen springt dann der Heizkessel an.
Wir haben eine ganze Reihe solcher Anlage gebaut, diese bedürfen erst Recht einer sehr genauen Planung und Ausführung. Wenn alles funktioniert, spart der Betreiber einer bivalenten Anlage 85 – 90% Gas oder Öl.
Solche Anlagen amortisieren sich in der Regel in 4-5 Jahren !!
Kann man bei einer Direktverdampferanlage die Kollektoren übereinander verlegen, um Fläche zu sparen ?
Man kann die Physik einfach nicht austricksen. Bei einer Direktverdampferanlage wird das Kollektorrohr in etwa 1,20 Meter Tiefe verlegt. Hier von „Erdwärme“ zu sprechen wäre Unfug, vielmehr handelt es sich um Sonnenwärme, die im Erdreich gespeichert ist.
Entsprechend der vorhandenen Wärme kann man bei „normalen“ Böden 30 W/m² als Entzugsleistung ansetzen. Kennt man nunmehr die Kälteleistung der WP, so kann man die Fläche leicht errechnen. Hier dann die Fläche zu halbieren, indem man die Kollektoren in 0,8 und 1,6 Metern Tiefe verlegt ist insofern fragwürdig, als dass sich doch die Frage stellt, wo denn die Wärme für den unteren Kollektor herkommen soll. Der obere Kollektor zieht doch die ganze Energie weg.
Wird dann auch noch die WW-Bereitung bei einer solchen Anlage über den Kollektor gemacht, hat das Erdreich keine Chance, sich zu regenerieren. Es besteht die Gefahr, dass die Wärmequelle einfriert und sich Frost im Boden bildet, wenn es mal einen strengeren Winter als die beiden letzten geben sollte. Das Ende vom Lied sind dann Frostbrüche und der gesamte Kollektor ist zerstört. Hier kommen dann immense Folgekosten auf den Betreiber zu.
Wir jedenfalls installieren solche Anlagen grundsätzlich nicht. Natürlich sind die Erdarbeiten für den Kollektor billiger, wenn man nur die Hälfte ausschachten muss. Sie wollen aber keine billige Wärmepumpe, sondern eine, die funktioniert.
Klappt bei uns eine Bohrung? Es ist doch so felsig bei uns...
Gerade dann! Denn wenn der Bohrunternehmer ein vernünftiges und modernes Bohrgerät besitzt, klappt die Bohrung reibungslos. Aus felsigem Untergrund kann man sehr viel Energie entziehen, darüber hinaus ist die Bohrung auch deshalb problemlos, weil das Bohrloch stabil ist und nicht einfallen kann. Wenn der Bohrunternehmer allerdings sein Bohrgerät anscheinend vom Schrottplatz hat, wird es schwer und die Bohrung kann schief gehen. Dies liegt dann aber nicht am Felsen, sondern am Bohrgerät.
Wie tief muss denn bei uns gebohrt werden?
Die Bohrtiefe ist abhängig von der Leistung der Wärmepumpe und der daraus resultierenden Entzugsleistung. Außerdem spielt die Art des Gesteins eine Rolle und die Frage, ob denn Warmwasser über die Wärmepumpe gemacht werden soll. Die Dimensionierung der Tiefenbohrung ist ein wesentlicher Bestandteil eines vernünftigen Angebotes.
Unsere Kunden bekommen bei uns alles aus einer Hand, auch die Bohrung. Wir arbeiten nur mit zertifizierten Bohrunternehmen zusammen, die ihr Handwerk verstehen und auch über Bohrgeräte verfügen, die den Namen verdienen (siehe Frage felsiger Untergrund).
Sie können auch die Bohrung selber vergeben, dann sollten Sie jedoch folgendes bedenken:
1) Wir beauftragen p. a. etwa 10 – 15 Bohrungen, Sie eine im Leben
2) Bei uns bekommen Sie einen Komplettpreis einschliesslich Befüllen der Sonde, Anbindeleitung, sprich eine fest an die WP angeschlossene Wärmequelle, Nachträge und Nachberechnungen durch uns an Sie sind ausgeschlossen! Gerade die Anbindeleitung führt öfters zu Problemen, wenn nicht klar ist, wer diese denn machen soll.
3) Wir verifizieren die Bohrmeter bei der Sondenbefüllung, die Frage ist, wie Sie denn nachprüfen wollen, ob ausreichend gebohrt wurde.
Ich möchte einen Holzkessel/Holzofen mit anschliessen. Sinnvoll?
Dies hängt davon ab, ob der Holzkessel bereits vorhanden ist oder neu angeschafft werden soll. Ein bestehender Holzkessel, dessen Betreiber sein Holz nicht mit einem gemieteten Kleintransporter im Baumarkt kauft, muss nicht demontiert werden und kann problemlos mit der Wärmepumpe kombiniert werden. Soll ein wassergeführter Kaminofen neu angeschafft werden, ist die Sache ein wenig komplizierter. Die Mehrkosten für die Wassertasche im Ofen und den Anschluss an das Wärmepumpensystem werden Sie wohl kaum wiedersehen.
Umgekehrt spielen wohl atmosphärische Gründe eine Rolle, wenn man sich einen Kaminofen kaufen will. Nach einem harten Arbeitstag mit einem Glas Rotwein vor der Wärmepumpe zu sitzen ist nicht so das Wahre, hier ist ein Kaminofen dann eindeutig besser, aber einer ohne Wassertasche reicht auch ! Und das für die Wassertasche gesparte Geld kann man dann ja in einen Designerofen o. ä. investieren. Oder aber eben in den Rotwein...
Wenn ich eine Luftwärmepumpe habe und es ist mal keine Luft da, wie heize ich dann?
Nachteil: Die Wärmepumpe heizt dann definitiv nicht!
Vorteil: Sie rufen uns dann nicht an!
(Diese Frage ist tatsächlich in einer Beratung gestellt worden und ist unserer Meinung nach exemplarisch für die Verunsicherung der Endverbraucher beim Thema Luft-Wärmepume)
Ich will von Öl auf Gas umsteigen und mein Versorger bezahlt sogar den Gasanschluss.
Ein gutes Angebot, oder?
Der Umstieg von Öl auf Gas ist ein Paradebeispiel, wie man vom Regen in die Traufe kommt. Der Gaspreis ist an den Ölpreis gekoppelt und folgt diesem mit etwa 6-monatiger Verzögerung. In jedem Fall brauchen Sie eine neue Gastherme u.s.w. und müssen einschl. Installation an die Euro 5.000,- auf den Tisch legen. Da hilft auch der kostenlose Gasanschluss nur wenig, wenn Sie dann ein Jahr später die selben Energiekosten haben wie seinerzeit mit Ihrem Ölkessel. Die Investition in die Gasheizung ist definitiv weg und Sie hängen weiterhin am Tropf multinationaler Konzerne ! Es ist doch nur natürlich, dass der Versorger den Gasanschluss bezahlt. Der Angler bezahlt doch auch den Wurm, in dem sich der Fisch dann verbeißen soll, damit er ihn dann an der Leine hat.
Die Investition in die Wärmepumpe ist mir einfach zu hoch. Ich bleibe lieber bei Gas oder Öl.
Wenn Sie sich eine neue Heizung kaufen wollen, bedenken Sie bitte, dass die Entscheidung, die Sie jetzt treffen, 20 Jahre Bestand haben muss, denn so lange soll die neue Heizung ja halten. Wenn Sie sich mit dem Wissen von heute den Öl- oder Gaspreis 2011, 2015, 2020 oder 2025 vorstellen, werden Sie feststellen, dass sich der „gesparte“ Mehrpreis der Wärmepumpe bitter rächen wird. Die Wette gilt: Wir zeigen Ihnen, dass sich die Mehrinvestition in die Wärmepumpe nach spätesten 5 – 6 Jahren gerechnet hat. Auf Basis von Mathematik! Und über die lässt sich nun mal nicht streiten. Entscheidend ist jedoch folgende Tatsache: Sie werden in jedem Fall eine Wärmepumpe bezahlen ! Die Frage ist nur, ob Sie sich für das Geld auch eine kaufen oder den Betrag den Öl- und Gasmultis in den Rachen werfen, ohne unabhängiger von diesen zu werden!
Strom wird aber auch teurer!
Dies ist ohne jeden Zweifel richtig. Mit einer Wärmepumpe bekommen Sie aber mehr als zwei Drittel der benötigten Energie geschenkt. Folglich kann auch nur maximal ein Drittel teurer werden. Konkret in Euro: Wer heute 3.000 Liter Heizöl benötigt, zahlt knapp 3.000 Euro (Stand Juli 2008). Nach Abzug vom Kesselverlust 15% und einer Jahresarbeitszahl von 3,5 liegt man mit einer Luft-WP und einem Preis für WP-Strom von 14 Cent bei 1020 Euro.
Wenn jetzt Öl und Strom um 10% teurer werden, zahlt der Ölheizer 300 Euro mehr, der Wärmepumpen-Heizer aber nur 102 Euro.Um wie viel soll denn dann der Strom mehr teuer werden als Heizöl (und wer glaubt denn sowas ?), damit sich die Sache für den Wärmepumpenheizer nicht mehr lohnt ?
Eine Wärmepumpe ist nicht umweltfreundlich, weil sie mit Strom läuft, sogar mit Atomstrom!
Sicherlich ist der derzeitige Strommix in Deutschland verbesserungswürdig. Es wird aber durch die Investition in moderne Of-Shore-Windkraftanlagen und die tägliche Installation von Photovoltaikanlagen und anderer Techniken zu regenerativen Stromerzeugung sehr viel getan, um die Klimabilanz der Stromerzeugung zu verbessern. Anders formuliert: Strom wird jeden Tag sauberer! Öl und Gas bleiben mindestens so schmutzig, wie sie heute schon sind. Ein offenes Wort zum Atomstrom: Wer keine Atomkraftwerke will, keine Braunkohlekraftwerke, keine Steinkohlekraftwerke, der muss dann bitte erklären, wo denn der Strom herkommen soll, der die essentiellste Energie für unseren Wohlstand und Lebensstandard ist. Ohne den bösen Strom läuft auch kein Pelletkessel!
Wenn ich eine Wärmepumpe installiere, reisst dann der Energieversorger die Gasleitung, die in unser Haus führt, aus der Straße?
Auch diese Frage ist uns von einer besorgten Kundin so gestellt worden, denn jemand, der so richtig Ahnung von der Thematik hatte und sicher nicht mal weiß, wie man Wärmepumpe schreibt, hatte ihr von einer Anlage abgeraten und ihr die Demontage des Gashausanschlusses auf dem Bürgersteig und horrende Kosten in Aussicht gestellt. Dies ist an Absurdität und (muss man so deutlich sagen) an Verlogenheit kaum zu überbieten, wer Leute so verunsichert, verfolgt nur ein Ziel: Technik von vorgestern zu verkaufen, weil man sich seit Jahren nicht mehr weitergebildet hat.
Bevor Sie sich verunsichern lassen, überlegen Sie erst mal:
Wem gehört denn die Gasleitung? Doch wohl Ihnen, denn Sie haben doch seinerzeit den Gashausanschluss bezahlt. Wenn Ihr Energieversorger Ihnen nunmehr statt Gas Wärmepumpen-Strom liefert, wieso sollte er die Gasleitung aus der Straße reissen? Hilfreich wäre hier auch ein Anruf beim Versorger oder (wie hier geschehen) dann bei uns.
Wieso machen Sie Warmwasser mit einer separaten WW-Wärmepumpe unabhängig von der Heizungs-Wärmepumpe?
Hierfür gibt es gleich mehrere Gründe, die bei allen Arten der Wärmepumpe dagegen sprechen, Warmwasser über die Heizungs-WP zu bereiten. Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen ist die Warmwasserbereitung bei kälteren Außentemperaturen sehr ineffizient, da die Differenz zwischen Wärmequelle (sprich Außentemperatur) und benötigtem Vorlauf zur Aufheizung des warmen Wassers sehr hoch ist. Dies treibt dann die Kosten in die Höhe und es kann sein, dass Sie eigentlich eine größere Wärmepumpe benötigt hätten, da die Wärmepumpe ja nun Heizung und Warmwasser bereiten muss. Dies führt dann zu vermehrtem Heizstabeinsatz. Im Sommer ist die Anlage dann aber total überdimensioniert und tacktet (an-aus-an-aus), da Sie ja nicht heizen und nur Warmwasser bereitet werden soll. Takten ist schlecht für die Lebensdauer jeder Maschine.
Bei Erdwärme ist die Wärmequelle eine Art Akku. Diese lädt sich im Sommer auf und im Winter entzieht die Wärmepumpe die Energie, die sie zum Beheizen Ihres Hauses benötigt. Gerade nach harten Wintern ist das Erdreich dann im Frühling ausgekühlt und die Effizient der Wärmequelle nimmt rapide ab. Dies ist jedoch dann nicht schlimm, wenn man der Wärmequelle dann in den wärmeren Monaten Zeit gibt, sich zu regenerieren. Wenn nun aber ganzjährig Warmwasser über das Erdreich bereitet wird, hat die Wärmequelle keine Zeit, sich zu erholen, da durch den enorm hohen Temperaturhub Wärmequelle --> Vorlauf für Warmwasser die Wärmequelle ganzjährig „geprügelt“ wird. Dies führt dann im Laufe der Jahre zu einer massiven Absenkung der Effizient und einer massiven Steigerung der Heizkosten. Obwohl dies rein physikalisch bedingt ist und vollkommen unabhängig davon ist, welches Fabrikat die Wärmepumpe hat, wird sicher in 95 von 100 Anlagen die WW-Bereitung über die Heizungswärmepumpe gemacht. Erstaunlich. Anderes Beispiel: Wenn Sie jetzt Besitzer eines Öl- oder Gaskessels sind, der auch WW bereitet, freuen Sie sich dann, wenn Sie den Kessel bei 30° Außentemperatur anspringen hören, weil Sie duschen waren? Macht es denn Sinn, die Fehler einer alten Anlage (WW-Bereitung über den Riesen-Kessel) bei der neuen Anlage zu wiederholen ?
Die von uns eingesetzte separate WW-Wärmepumpe hingegen ist mit etwa 2,2 kW maßkonfektioniert für die Warmwasserbereitung. Sie saugt die Luft in der Regel aus dem Keller, nutzt die in dieser Luft enthaltene Wärme und bereitet sehr günstig Warmwasser. Im Keller sind nie weniger als 12 - 15° (Wärmequelle), deshalb ist die Variante günstiger. Die Kür: Mittels T-Stück kann man dann im Sommer die warme Außenluft für die Warmwasserbereitung nutzen, hat aber nicht (wie bei der Heizungs-Wärmepumpe) den Nachteil der Taktung.
Wenn ich eine Warmwasser-Wärmepumpe installiere, dann kühlt doch mein Keller aus, oder?
Die erste Frage ist doch, warum im Keller immer an die 12 - 15° sind, auch wenn es draußen -10° sind. Kann doch nur daran liegen, dass die Wärme aus dem Wohnbereich in den Keller fließt, in dem einen Haus mehr, in dem anderen weniger, aber in keinem Haus ist der Keller doch hermetisch vom Wohnbereich abgeriegelt. Da Sie den Keller ja nur frostfrei halten wollen, aber nicht beheizen, ist diese Wärme futsch. Wenn Sie nunmehr Ihr Warmwasser über eine Brauchwasser-Wärmepumpe bereiten, nutzt diese die Wärme im Keller, die ansonsten ungenutzt verloren gegangen wäre. Es handelt sich in dem Sinne also um eine Art Wärmerückgewinnung, mit der Wärme, die ansonsten verloren wäre, machen Sie Ihr warmes Wasser. Die Frage ist dann auch, wohin Sie die etwa 6° kältere Fortluft der WW-Wärmepumpe abführen. In der Regel wird diese nach draußen geleitet. Da die Luft jedoch sehr trocken ist und demzufolge Feuchtigkeit aufnehmen kann, trocknen manche unserer Kunden ihre Wäsche mit der Fortluft und sparen so zusätzlich, da der teure Wäschetrockner ausgeschaltet werden kann. Wiederum andere kühlen ihren Vorratskeller mit der Fortluft. Die WW-Wärmepumpe spart also massiv Geld und bietet noch so manchen Zusatznutzen, an den man erst mal gar nicht denkt, den man dann aber nicht mehr missen möchte, wenn man ihn einmal hatte.
Wenn ich dem Erdreich Wärme entziehe, fängt dann der Frühling später an?
Auch diese Frage ist uns so in einer Beratung gestellt worden, allerdings nicht von einem Endkunden, sondern von einem Fachplaner für Haustechnik, der u. a. die Haustechnik für Einfamilienhäuser plant. Auf den ersten Blick kuriose Fragen von Nicht-Fachleuten sind nicht schlimm und werden von uns auch vernünftig beantwortet, Fachleute wie der hier angesprochene Planer müssen sich jedoch mit einer dummen Antwort zufrieden geben: Der Frühling kommt dann später, aber dafür dauert der Sommer auch länger (weil wir ja immer WW über eine Brauchwasser-WP machen, das Erdreich schonen und dann die in der Erde gespeicherte Energie bis Mitte November für Grillwetter sorgt).